Festwoche mit verschiedenen Events vom 09.06.2016 bis 13.06.2016

791 - 2016

Auf historischen Pfaden wandeln   1225-JAHR-FEIER - Einblicke in die Geschichte Dautphes DAUTPHETAL-DAUTPHE Am 4. Juni, eine Woche vor dem Festwochenende zur 1225-Jahr-Feier, plant der Kulturhistorische Stammtisch eine Exkursion durch den alten Ortskern von Dautphe. Geschichte soll dort lebendig werden, kündigt Brigitte Wege an. Der Kulturhistorische Stammtisch Dautphe plant zur 1225-Jahr-Feier  eine Exkursion durch die älteste Ortschaft des Hinterlands.  ( Foto: Röder ) Mit dem Rundgang durch Dautphes Ortsmitte möchten die drei Mitglieder des Stammtischs, Brigitte Wege, Ludwig Achenbach und Ottilie Schmidt, einerseits einen Beitrag zum Ortsjubiläum leisten, andererseits soll damit das 25-jährige Bestehen des wohl kleinsten Heimatmuseums des Hinterlands gefeiert werden, dem "Backes Stibbche". Der Kulturhistorische Stammtisch Dautphe plant zur 1225-Jahr-Feier  eine Exkursion durch die älteste Ortschaft des Hinterlands.  ( Foto: Röder ) Dorthin, in das Mini-Museum, wird der Weg auch die Teilnehmer der Exkursion führen. Zu sehen gibt es dort so einiges: Das "Stibbche" ist eingerichtet wie eine kleinbürgerliche Drei-Zimmer-Wohnung um die Jahrhundertwende: Der Tisch ist meist gedeckt mit feinem Porzellan von "damals". Unter dem Kindbett stehen Nachttopf und kupferne Wärmflaschen. Zu sehen gibt es zudem alte Familienchroniken und Karten, das älteste Foto des örtlichen Männergesangvereins und quasi alles rund um die Dautpher Tracht - Trachtenhäubchen zum Anfassen inklusive. Direkt unter dem Museum wartet zudem das örtliche Backhaus mitsamt Backstube auf die Exkursionsteilnehmer. Diese Postkarte mit Drohnenaufnahmen von Dautphe und Friedensdorf möchte der Kulturhistorische Stammtisch im Rahmen der 1225-Jahr-Feier verkaufen.  ( Foto: privat ) "Hier wird Geschichte lebendig", sagt Brigitte Wege, Sprecherin des Stammtischs, die die Führung auch leiten wird. "Wir wollen die Leute euphorisch für die Festwoche machen." Und - Brigitte Wege zeigt den alten Ofen im Stibbche mitsamt Waffeleisen und eingraviertem Waffelrezept - so manches Exponat werde sicherlich für Gesprächsstoff sorgen. Mit dem "Backes Stibbche" verfolgt der Kulturhistorische Stammtisch auch das Ziel, jüngere Generationen an die Regionalgeschichte heranzuführen. "Wir hatten früher sehr oft Besuch von Schülern der Mittelpunktschule", erzählt Brigitte Wege. Die Namen dutzender Schüler sind im "Stibbche"-Gästebuch verewigt. "Wir möchten auch neuen Generationen die Möglichkeit geben, zu sehen, wie die Menschen hier früher gelebt haben." Los geht es am 4. Juni im Hof von Walter Wege in der Hauptstraße Die Exkursion startet jedoch nicht am "Backes Stibbche", sondern am Hof Walter Wege (Hauptstraße 50). Dort möchte der Kulturhistorische Stammtisch Aufnahmen von Aufklärungsflügen der Alliierten vom März 1945 ausstellen. Damit möchten die Initiatoren auch an das Kriegsende erinnern. Während des Zweiten Weltkrieges fielen insbesondere die eisenverarbeitende Industrie sowie die Verkehrsinfrastruktur in und um Dautphe alliierten Luftangriffen zum Opfer. Die großformatigen Bilder, aufgezogen auf massive Plakate, sind nur zu bestimmten Anlässen zu sehen. Unter anderem präsentierte der Kulturhistorische Stammtisch sie zum 60 Jahrestag des Kriegsendes. Brigitte Wege erinnert sich an die verschlungenen Pfade, die die Aufnahmen genommen haben. "Der erste Kontakt kam über einen Amerikaner, der in Gießen stationiert war", erzählt sie. Sie schrieb Briefe ans Pentagon, um letztlich Zugriff auf die Aufnahmen aus 8000 und 12 000 Fuß auf Dautphetal zu erhalten. Einen Blick von oben auf die Gemeinde ermöglichen auch die Fotografien, die mithilfe einer Drohne, von einem befreundeten Fotografen erstellt wurden. Sie sollen ebenfalls im Rahmen der Exkursion präsentiert werden. "Sie sind im Herbst entstanden", schwärmt Hobby-Heimatkundlerin Wege. "Die Farben machen die Bilder extrem lebendig." Damit sich ein jeder eine Erinnerung an das Dautpher Jubiläum mit nach Hause nehmen kann, gibt es eine Auswahl der Bilder auch als Postkarte zu kaufen. Weit zurück in der Geschichte Dautphes - bis zu den Anfängen- möchte der Kulturhistorische Stammtisch mit der Präsentation von Fotos des Grundrisses der vermeintlichen Wüstung Helitorph gehen. "Helitorph wird erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch aus dem Jahre 791 erwähnt", erzählt Brigitte Wege. Die Lage war lange Zeit unbekannt. Wege meint nun, den Standort zwischen Dautphe und Silberg lokalisiert zu haben. Fotos sollen diese Theorie untermauern. Des Weiteren wartet eine Besichtigung der Martinskirche und der ehemaligen Gutshofanlage im Dorfkern auf die Teilnehmer der Exkursion. "Dautphe, der älteste Ort des Hinterlands, ist eben reich an Geschichte", sagt Brigitte Wege angesprochen auf das umfangreiche Programm und schmunzelt. Die Exkursion durchs "Alte Dorf Dautphe" findet am Samstag, 4. Juni, zwischen 14 und 18 Uhr statt. Beginn ist um 14 Uhr am Hof Walter Wege (Hauptstraße 50) in Dautphe. Nachmittags gibt es eine gemeinsame Pause der Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus. Quelle: http://www.mittelhessen.de
1225 Jahre Dautphe - Herzlich Willkommen

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