Festwoche mit verschiedenen Events vom 09.06.2016 bis 13.06.2016

791 - 2016

“Meelstaa” reißt Gäste von den Stühlen   Geburtstag - 350 Besuchern feiern mit dem Verein “Dialekt im Hinterland” 20-jähriges Bestehen DAUTPHETAL-DAUTPHE Die Mundart-Band "Meelstaa" hat im Bürgerhaus Dautphe die Besucher restlos begeistert. Für die virtuose Instrumentalmusik und Texte in heimischer Mundart spendeten die 350 Besucher den Akteuren minutenlang stehend Applaus. "Meelstaa" sind (v. li.): Gitarrist David Domine, Bassist und Sänger Clemens Goth,  Komponist, Gitarrist, Drummer, Sänger und Alleinunterhalter  Berthold Schäfer sowie Mandolinen- und Mandola-Spieler Jens Schneider. ( Foto: Koelschtzky ) Viel Platz war nicht mehr. Stühle standen bis in die hinterste Ecke, die Gäste beim Konzert zum 20. Geburtstag des Vereins "Dialekt im Hinterland" kamen aus dem ganzen Hinterland, aber auch aus dem Nord- oder Ostkreis. Die rund 350 Besucher hatten jede Menge Spaß. ( Foto: Koelschtzky ) Vor 20 Jahren hatte hier die Mundart-Gruppe "Fäägmeel" den "Dialektfrühling" des Vereins eingeläutet, die Nachfolge-Band "Meelstaa" machte ihre Sache beim runden Geburtstag des Vereins noch eine Nummer besser. Vor 20 Jahren war Bandleader Berthold Schäfer mit "Fäägmeel" in Dautphe, auch sein Tontechniker Stephan Wiesner war damals schon dabei. Schäfer gründete die Nachfolge-Formation "Meelstaa" mit den beliebten Liedern und neuen Musikern, die neben der Begeisterung für die heimische Mundart  den Liedern eine neue musikalische Qualität gegeben haben. Mit ernsteren Stücken wie "Hearbstbloihe" begannen die vier Musiker ihr Konzert, das Berthold Schäfer als Conférencier auf Platt zu einem kurzweiligen Unterhaltungsabend machte - und "nebenher" sang, Gitarre spielte und das Schlagzeug bediente. Zusammen mit Gitarrist David Domine, Bassist Clemens Goth und Mandolinenspieler Jens Schneider brachte er das Publikum sofort auf seine Seite. Schon für das erste Stück gab es anhaltenden Applaus. Die Musiker zeigten einmal mehr, dass der heimische Dialekt sich durchaus für Kultur eignet. Auch ihre Vielseitigkeit und ihr Können beeindruckten das Publikum. Ob Irish Folk oder Rock, Volkslieder oder Blues, Country oder Gassenhauer - die vier sind in jedem Genre zu Hause. In Soli zeigten sie auch ihr instrumentales Können, eine Fingerstyle-Einlage im spanischen Stil von Domine, ein fettes Bass-Solo von Goth oder eine Mandolinenmelodie von Schneider sorgten für spontanen Applaus. "Die sind ja wirklich richtig gut!", meinte eine Besucherin beeindruckt. "Se schwetze ja en bissche dewerscht", meinte ein Zuhörerin aus dem Ostkreis, "äwwer dos macht naut. Mer verstidd sich och so". Neben der super Stimmung im Saal fiel auf, dass jeder mit jedem Platt schwätzte, egal aus welchem Ort die Gäste kamen und welche feinen oder größeren Unterschiede die Mundart aufweist. Dreieinhalb Stunden "großartige Werbung für die Mundart" Nach dem etwas ernsteren ersten Teil des Abends, den Berthold Schäfer allerdings auch schon mit launigen Geschichten auf Platt würzte, wurde es nach der Pause dann richtig lebendig. Fetzige Melodien und lustige Texte vom "Foahrroad" oder dem "Gaastebock" sorgten für Gelächter. Immer wieder erzählte Schäfer auf Platt Alltagsgeschichten, die im Saal mit Kopfnicken oder spontanem Applaus aufgenommen wurden. Spätestens beim "Rerrer-Kerre-Bulldog" oder der "Rure Roiwe Robb Maschin" in "R-Dur" hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen. Mitklatschen reichte nun nicht mehr, viele standen auf oder schunkelten, und natürlich wurden laut mitgesungen. Nach rund dreieinhalb Stunden hinterließen die vier Musiker ein restlos begeistertes Publikum, das minutenlang stehend applaudierte und natürlich auch noch drei Zugaben herausholte. "Das war wirklich großartige Werbung für unsere heimische Mundart", meinte der Vorsitzende Reiner Wagner zufrieden. Und wer dieses authentische Erlebnis heimischer Musik verpasst hat, hat eine zweite Chance im Juni: Dann spielt "Meelstaa" im Café Q in Oberdieten. Quelle: http://www.mittelhessen.de
1225 Jahre Dautphe - Herzlich Willkommen

Seitenaufrufe :